
Komposition VIII, 1923
Öl auf Leinwand, 140 x 201 cm
New York, The Solomon R. Guggenheim Museum
"Das Zusammentreffen des spitzen Winkels
eines Dreiecks mit einem Kreis
ist von nicht geringerer Wirkung, als die Berührung zwischen
dem Finger Gottes und Adams bei Michelangelo" (Kandinsky 1931)
Kandinsky selbst sieht die Komposition VIII als eines seiner wichtigsten Bilder der Nachkriegsjahre an. Einerseits wandelt er die von früher her bekannte landschaftliche Bildwelt in den abstrakten Stil seiner nachrussischen Zeit um, andererseits wendet er hier zum ersten Mal systematsich seine Vorstellungen von Form- und Farbkorrespondenz als Auslöser reicher "kontrapunktischer" Wirkungen an: warmes Gelb und kaltes Blau als grundlegende Polaritäten, die er schon in seiner Schrift "Über das Geisitge in der Kunst" analysiert hatte, Kreis und Dreieck als kontrastierende Elemente, die Bewegung (Dreieck) und Stabilität (Kreis) verkörpern.(Quelle:Ulrike Becks-Morny)